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Die Vorteile der Virtualisierung 05.12.2017

 

Die Virtualisierung ist die Zusammenführung von mehreren virtuellen Servern auf einem physikalischen. Eigentlich nichts Neues, es gibt sie bereits seit mehr als zehn Jahren. Dennoch gilt die Virtualsierung bei vielen Unternehmen als „neu“. Dabei hat sie zahlreiche Vorteile, welche, das erfahren Sie hier von unserem Technikleiter Philipp Helmert:
Ein nicht unwesentlicher Vorteil: Bei der Virtualisierung steht statt mehrerer physikalischer Server nur einer, auf dem die Virtualisierungen laufen. Das spart Platz, benötigt weniger Verkabelungen und das alles macht sich durch einen geringeren Stromverbrauch bemerkbar.

Ein ganz wichtiger Punkt ist zudem, dass sich damit die Lebenszeit alter Applikationen verlängern lassen. Jeder, ob Unternehmen oder Privatperson, verfügt noch über solche, entweder selbst entwickelt oder eingekauft. Auf aktuellen Betriebssystemen laufen diese nicht mehr oder benötigen spezielle Hardware. Diese Applikationen kann man in wenigen Handgriffen in eine virtuelle Maschine (Server) verwandeln und falls nötig auch die benötigte Hardware.

Weitere Vorteile sind, dass man ganz easy eine eigene Testumgebung erstellen kann. Ist der entsprechende Host zur Verwaltung der virtuellen Umgebung eingerichtet und hat man noch entsprechende Ressourcen frei, so kann man diese jederzeit für eigene Testsysteme oder einfache Tests verwenden, ohne den produktiven Betrieb zu behindern. Was ebenfalls zählt, ist die schnellere Server-Provisionierung: Durch die leichte und schnelle Installation von virtuellen Maschinen (Server), entfallen die umständlichen und zeitraubenden Anfragen bezüglich eines neuen Servers. 

Es gibt auch Punkte, die berücksichtigt werden müssen. So muss die physikalische Maschine für die Virtualisierung entsprechend leistungsfähig sein. Zudem sollte man sich im Klaren sein, wie die Lizenzierung funktioniert, bevor man Software auf den virtuellen Maschinen installiert. 

Die Bandbreite ist wohl eines der wichtigsten Dinge, die man beachten muss, wenn es um die Virtualisierung eines Servers geht. Geht man nicht sicher, ob die verfügbare Bandbreite ausreichend ist läuft man Gefahr entsprechenden Performance Verlust zu verursachen. Jedoch sollte die interne Netzwerkgeschwindigkeit auch bei physikalischen Maschinen entsprechend ausgelegt sein.

Auch wenn man alles virtualisiert,  ist man weiterhin auf Desktop-Rechner angewiesen. Sei es für die jeweiligen Arbeitsplätze oder die Einrichtung und Verwaltung der virtuellen Maschinen (Server). Es muss auch berücksichtigt werden, dass es Programme gibt, die nicht für die Virtualisierung geeignet sind. Dazu gehören Grafik- und speicherintensive Programme, Multimedia oder komplexe Kalkulationen – sie alle benötigen viel Leistung. Auch große Datenbankserver sollten hier nur mit sehr viel Vorsicht geplant werden.

Virtuelle Maschinen sind also insgesamt flexibler und bieten mehr Optionen für eine zukünftige Ausrichtung. 

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