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Industrie-PCs für hygienesensible Bereich 04.09.2017

 

Seit Juli 2015 füllt der Milch- und Fruchtsaftproduzent Gropper am Standort Stockach Direktsäfte und Smoothies ab. Als Schnittstelle zwischen SAP, der Front-End-Oberfläche und dem Anwender kommen Touchscreen-Industrie-PCs (IPCs) von Caitron zum Einsatz.

Gropper evaluierte bereits während der Planungsphase für den 2015 eröffneten Produktionsstandort in Stockach Industrie-PCs (IPCs) von verschiedenen Herstellern. Ausgegebenes Ziel war es, ein Gerät zu finden, das sich für den Einsatz im hygienesensiblen Lebensmittelbereich eignet, ausfallsicher ist und dem Anwender einen hohen Bedienkomfort bietet, um fehlerfreie Abläufe sicherzustellen. „Letztlich haben wir uns für Touchscreen-IPCs der CS-Serie von Caitron entschieden“, so ein IT-Verantwortlicher bei Gropper.
„Überzeugt haben uns vor allem die sehr hohe Touchqualität der Bildschirme und die Vielfalt der integrierten Schnittstellen. Die IPCs verfügen bereits von Haus aus über sämtliche Peripheriegeräte wie den LEGIC-RFID-Leser. Weiterer Pluspunkt bei der Investitionsentscheidung war das äußerst ansprechende Design der Geräte.“
Der Fruchtsaftproduzent hat mithilfe der vernetzten IPCs das Papier in der Produktionsumgebung komplett abgeschafft. Die Mitarbeiter starten oder stoppen die Produktion durch einen Touch-Button auf dem Touchscreen und können die zentral
in SAP hinterlegten Auftragsdaten jederzeit abrufen. Auch relevante Produktionshinweise kommen bei Gropper nicht aufs Papier, sondern werden dem Produktionsmitarbeiter
kurzerhand auf dem Bildschirm eingeblendet. So stellt Gropper sicher, dass der Mitarbeiter keine wichtigen Arbeitsschritte vergisst. „Diese digitalen Produktionshinweise finden sich
überall am Standort“, erklärt ein IT-Verantwortlicher.
„Beispielsweise können sich unsere Mitarbeiter in der Verpackungslinie das für den Auftrag vorgeschriebene Verpackungsmaterial auf den Bildschirmen anzeigen lassen, um
Fehler zu vermeiden.“
Gropper nutzt die in der Produktion installierten Food-IPCs außerdem zum Reporting. Steht die Abfüllanlage aufgrund einer Störung still, gibt das Produktionssystem automatisch eine Fehlermeldung auf dem Bildschirm des angeschlossenen IPCs aus. Für den zuständigen Produktionsmitarbeiter ist dies das Signal, auf Fehlersuche zu gehen. Ist die Anlage wieder betriebsbereit, wählt der Mitarbeiter den Grund für den Ausfall aus einem Drop-Down-Menü aus. Die Dauer des Stillstands wird vom IPC automatisch ermittelt. Diese Daten nutzt Gropper für umfassende OEE-Auswertungen und Benchmarking, um die Anlagenverfügbarkeit zu verbessern.
Nachdem die Direktsäfte oder Smoothies abgefüllt, gelabelt und in einen Umkarton verpackt sind, befördert ein Greifarm die Getränke automatisiert Schicht für Schicht auf eine Palette mit aufgebrachtem Barcode-Etikett. Anschließend fährt die Palette auf einem Fließband an einem fest installierten Barcode-Scanner vorbei, der an den IPC der Palettierstation angeschlossen ist. Dadurch wird die produzierte Menge auf der Palette automatisch mit dem ausgewählten Fertigungsauftrag in SAP verbucht. Ist eine Palette nicht voll beladen, muss der Gropper-Mitarbeiter die Getränkemenge auf der Palette manuell eingeben, da das System von vollständig beladenen Paletten ausgeht. Hierzu sind nur wenige Fingertipps auf dem IPC-Touchscreen nötig, sodass die Prozessgeschwindigkeit nicht beeinträchtigt wird.
Im Stockacher Lager hat Gropper zudem IPCs an Wänden montiert, um den derzeitigen Lagerstand anhand des Lager-Layouts zu visualisieren. Mithilfe dieses digitalen Schaubilds behalten die Gropper-Mitarbeiter stets den Überblick und finden Waren ohne großen Zeitaufwand wieder, etwa wenn es ans Verladen geht. Die Gropper-Mitarbeiter tragen im Produktions- als auch im Lagerbereich zum Teil verschiedene Arten von Hygienehandschuhen. Wer Bildschirme mit Handschuhen bedienen will, musste bisher resistive Touchscreens einsetzen, die bereits nach relativ kurzer Zeit anfangen zu verschleißen. Die P CAP-Multitouch-Technologie von Caitron überwindet diese technologische Kluft. Die kapazitiven Touchscreens sind äußerst robust und langlebig, dank individuell einstellbarer Touch-Sensibilität lassen sie sich aber auch mit dicken Handschuhen bedienen. „Früher haben unsere Mitarbeiter im Bissinger Hauptwerk versucht, die Touchcreens mit Stiften oder anderen harten Gegenständen zu bedienen, was bei unseren zuvor eingesetzten resistiven Touchscreens zu Beschädigungen führte“, so ein IT-Verantwortlicher. „Mit unseren neuen und robusten kapazitiven Touchscreens ist das Thema Geschichte, da die IPCs nicht auf Eingaben durch Gegenstände reagieren.“
Abseits von Produktions- und Lagerprozessen erfasst Gropper die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter mithilfe von Caitron IPCs. Bei Schichtbeginn registrieren sich die Mitarbeiter im System, indem sie Ihren persönlichen Token an den integrierten LEGICRFID-Leser des IPCs halten. Auf die gleiche Weise melden sie sich auch wieder ab, wenn die Schicht zu Ende ist. So dokumentiert Gropper die Arbeitszeiten der Mitarbeiter für die Personalabteilung weitgehend automatisiert und spart sich so eine Menge Verwaltungsaufwand.
Der IPC unterstützt Gropper aber auch beim Verteilen der Schichtpläne. „Das System weiß genau, wann ein Mitarbeiter seinen Schichtplan zuletzt aufgerufen hat. Verändert sich der Schichtplan, wird der Mitarbeiter auf dem Bildschirm darauf hingewiesen und kann den aktualisierten Schichtplan direkt abrufen und optional mit einem Button-Tipp an sein E-Mail-Postfach weiterleiten“, erklärt ein IT-Verantwortlicher bei Gropper.
www.caitron.de